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Europäische Kommission startet zentrales DPP-Register für den Digitalen Produktpass

  • Autorenbild: Spherity
    Spherity
  • vor 19 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 8 Stunden

Die Europäische Kommission hat das zentrale DPP-Register für den Digitalen Produktpass (DPP) offiziell gestartet. Das Register ist ein zentraler Baustein der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) und schafft die technische Grundlage für die Registrierung und Verwaltung von Digitalen Produktpässen für Produkte auf dem EU-Markt. Der Start markiert einen wichtigen Schritt zur schrittweisen Einführung des DPP in verschiedenen Produktgruppen.


Spherity-Startfolie mit Text: Der neue EU-Register-Entwurf für den DPP – Worauf Unternehmen sich vorbereiten müssen

Was ist das neue DPP-Register der Europäischen Kommission? 

Das DPP-Register fungiert als EU-weites Verzeichnis aller registrierten Digitalen Produktpässe. Es speichert eindeutige Produktkennungen, Registrierungsdaten und Metadaten, während die eigentlichen Produktinformationen, etwa zu Herkunft, Reparatur, Wiederverwendung oder regulatorischer Konformität, weiterhin dezentral bei den jeweiligen Wirtschaftsakteuren oder DPP-Dienstleistern verbleiben und beispielsweise per QR-Code abrufbar sind.

Wirtschaftsakteure können ihre Organisationen bereits registrieren und müssen künftig den Digitalen Produktpass eines Produkts registrieren, bevor dieses gemäß den geltenden Vorschriften auf den EU-Markt gebracht werden kann. Die Registrierung ist sowohl über eine Weboberfläche als auch per API möglich und kann in bestehende Unternehmenssysteme integriert werden. Zusätzlich kann ein elektronischer Registrierungsnachweis für Compliance- und B2B-Zwecke ausgestellt werden.


Wie unterstützt das Register Interoperabilität und Marktüberwachung?

Neben der Registrierung stellt das DPP-Register maschinenlesbare Datenmodelle, semantische Definitionen und standardisierte Schnittstellen bereit. Dadurch soll die Interoperabilität zwischen verschiedenen Produktgruppen verbessert und der Verwaltungsaufwand für Unternehmen reduziert werden. Gleichzeitig unterstützt das Register Zoll- und Marktüberwachungsbehörden dabei, registrierte Digitale Produktpässe elektronisch zu prüfen und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen zu kontrollieren.

Derzeit befindet sich das Register in der Testphase. Unternehmen können bereits auf die Testumgebung, technische Dokumentation, Implementierungsleitfäden, Webinare sowie einen Helpdesk zugreifen. Die ersten verpflichtenden Registrierungen werden ab 18. Februar 2027 für bestimmte Kategorien großer Batterien erforderlich. Weitere Produktgruppen unter der ESPR, darunter Textilien, Möbel, Reifen, Stahl, Aluminium sowie IKT- und energieverbrauchsrelevante Produkte, folgen schrittweise über produktspezifische Rechtsakte.

Parallel zum Start des DPP-Registers hat die Europäische Kommission außerdem die Verweise auf die ersten sechs harmonisierten DPP-Standards veröffentlicht. Sie bilden die Grundlage für Interoperabilität, eindeutige Identifikatoren, Datenträger, APIs, Datenaustausch und Datenspeicherung und ergänzen die technische Infrastruktur des Registers.


Wie ergänzt das European Business Wallet den DPP?

In Zukunft wird neben der Registrierung von Produkten auch die eindeutige Identifizierung der beteiligten Unternehmen und ihrer Vertreter relevant werden. Damit Organisationen nachweisen können, wer sie sind, welche Organisation sie vertreten und wozu sie berechtigt sind, wird dazu das European Business Wallet (EBW) eine wichtige Rolle spielen. Es soll Unternehmen ermöglichen, verifizierte Unternehmensidentitäten, Rollen, Mandate und Berechtigungen bereitzustellen und so eine vertrauenswürdige Verbindung zwischen Wirtschaftsakteuren, ihren Produkten und den zugehörigen Produktdaten schaffen. Gemeinsam bilden DPP-Register, Digitale Produktpässe und European Business Wallets die Grundlage für interoperable Produktdaten, automatisierte Compliance-Prozesse und einen vertrauenswürdigen Datenaustausch im europäischen Binnenmarkt.

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