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Digitaler Produktpass für Möbel: Was Hersteller vor 2030 wissen müssen

  • Autorenbild: Spherity
    Spherity
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Im Überblick: Möbel stehen laut dem ersten ESPR-Arbeitsprogramm der EU-Kommission (April 2025) an zweiter Stelle der priorisierten Produktgruppen für den digitalen Produktpass, mit einem angestrebten Einführungszeitpunkt im Jahr 2028. Für Möbelhersteller, Handel und Beschaffung bedeutet das: Materialherkunft, Reparierbarkeit und Angaben zum Lebensende müssen künftig maschinenlesbar und verifizierbar vorliegen.


SPHERITY-Logo auf dunkelblauem Hintergrund; Titel: Digitaler Produktpass für Möbel – Was Hersteller vor 2030 wissen müssen

Was der digitale Produktpass für Möbel bedeutet

Der digitale Produktpass unter der ESPR (EU 2024/1781) verlangt einen strukturierten, überprüfbaren Datensatz pro Produkt. Für Möbel betrifft das insbesondere Materialherkunft, etwa Nachweise zu FSC- oder PEFC-zertifiziertem Holz, sowie Angaben zu Reparierbarkeit und Optionen am Lebensende des Produkts.

Zeitplan: Wann wird der DPP für Möbel Pflicht?

Produktgruppe

Priorität im ESPR-Arbeitsprogramm

Angestrebter Einführungszeitpunkt

Textilien/Bekleidung

1.

Anfang 2027

Möbel

2.

2028

Reifen

3.

2027

Matratzen

4.

2029

Die genannten Zeitpunkte sind Zielmarken aus dem Arbeitsprogramm der EU-Kommission, keine finalen Fristen. Der produktspezifische delegierte Rechtsakt für Möbel steht noch aus.

Welche Daten ein Möbel-DPP voraussichtlich enthält

  • Materialherkunft, etwa FSC- oder PEFC-Zertifizierung bei Holz

  • Reparierbarkeit und Verfügbarkeit von Ersatzteilen

  • Optionen am Lebensende: Recycling, Wiederverwendung, Rücknahme

  • Umweltbezogene Angaben zur Herstellung

Wer betroffen ist

Möbelhersteller, Einzel- und Großhandel, öffentliche und private Beschaffung sowie Recycler und Wiederaufbereiter am Ende der Nutzungsdauer.

Wie VERA Möbelhersteller unterstützt

VERA, Spheritys Plattform für digitale Produktpässe auf Basis von W3C DID/VC, ermöglicht es, Materialherkunft und Reparierbarkeitsdaten strukturiert und verifizierbar zu erfassen, bevor der delegierte Rechtsakt final vorliegt. Über VERA-X lassen sich diese Daten in bestehende Lieferketten- und Industrie-Datenräume integrieren.

Häufige Fragen zum digitalen Produktpass für Möbel

  1. Ab wann gilt der DPP für Möbel verbindlich? Das ESPR-Arbeitsprogramm nennt 2028 als angestrebten Zeitpunkt, der delegierte Rechtsakt mit den verbindlichen Anforderungen steht noch aus.

  2. Betrifft das nur große Möbelhersteller? Nein, die Anforderung betrifft grundsätzlich alle Wirtschaftsakteure, die Möbel innerhalb der priorisierten Kategorien in der EU in Verkehr bringen, unabhängig von der Unternehmensgröße, auch wenn Übergangsregelungen für kleinere Marktteilnehmer möglich sind.

  3. Warum jetzt schon vorbereiten, wenn der Rechtsakt noch nicht final ist? Weil die Datenerfassung zu Materialherkunft und Lieferkette Zeit braucht, insbesondere bei komplexen, mehrstufigen Lieferketten im Möbelbereich.

Nächste Schritte

Möbelhersteller sollten die Datenerfassung zu Materialherkunft und Reparierbarkeit jetzt beginnen, unabhängig vom endgültigen Datum des delegierten Rechtsakts. Wer mehr über VERA erfahren möchte, kann sich direkt an Spherity wenden.

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