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Digitaler Produktpass und JTC24: Warum Standards über Zukunftsfähigkeit entscheiden

  • Autorenbild: Spherity
    Spherity
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Im Überblick: Hinter jedem digitalen Produktpass steht eine noch nicht vollständig fertiggestellte Grundlage: die technischen Standards, die das gemeinsame Gremium CEN/CLC JTC24 von CEN und CENELEC gerade entwickelt. Solange diese Standards nicht final sind, bleibt ein Teil der technischen Detailanforderungen an den DPP in Bewegung. Unternehmen, die schon jetzt auf offenen, sektorübergreifenden Standards aufbauen, reduzieren das Risiko, ihre Systeme später umbauen zu müssen.


Dunkles Titelbild mit SPHERITY-Logo und Text zu digitalem Produktpass und JTC24 über Zukunftsfähigkeit, türkisfarbene Wellen.

Was ist JTC24?

CEN/CLC JTC24 ist das gemeinsame technische Komitee von CEN und CENELEC, das die standardisierten Rahmenwerke und Systeme für den digitalen Produktpass entwickelt. JTC24 legt das übergreifende DPP-System und DPP-Ökosystem fest, entwickelt aber keine sektorspezifischen Standards, diese bleiben in der Zuständigkeit der jeweiligen Fachkomitees, etwa für Textilien oder Batterien.

Warum das für Unternehmen relevant ist, auch ohne fertige Detailanforderungen

Für Unternehmen, die sich auf ESPR-Fristen vorbereiten, entsteht dadurch eine Unsicherheit: Die grundsätzliche Pflicht zum digitalen Produktpass steht fest, die technischen Detailanforderungen an Datenformate, Schnittstellen und Interoperabilität hängen jedoch von der Arbeit von JTC24 ab. Wer eine Systemarchitektur wählt, die eng an vorläufige oder proprietäre Annahmen gebunden ist, riskiert einen kostspieligen Umbau, sobald die finalen Standards vorliegen.

Wie sich dieses Risiko reduzieren lässt

Der wirksamste Schutz gegen diese Unsicherheit ist eine Architektur, die auf offenen, bereits etablierten Standards aufbaut, statt auf Annahmen über künftige JTC24-Spezifikationen zu wetten. W3C DID/VC (Decentralized Identifiers und Verifiable Credentials) ist ein solcher, bereits breit eingesetzter Standard für verifizierbare digitale Identitäten und Nachweise, unabhängig von der jeweiligen Branche.

Wie VERA dieses Risiko adressiert

VERA, Spheritys Plattform für digitale Produktpässe, baut durchgängig auf W3C DID/VC auf. Über VERA-X, zertifiziert für Catena-X und Manufacturing-X, lässt sich diese Basis bereits heute in bestehende Industrie-Datenräume integrieren. Sobald JTC24 seine Spezifikationen final veröffentlicht, lassen sich diese als zusätzliche Schicht auf eine bereits vorhandene, standardbasierte Dateninfrastruktur aufsetzen, statt ein neues System von Grund auf zu bauen.

Häufige Fragen zu JTC24 und dem digitalen Produktpass

  1. Ist JTC24 eine EU-Behörde? Nein, JTC24 ist ein technisches Komitee der Normungsorganisationen CEN und CENELEC, das im Auftrag der EU-Kommission an den Standards für den digitalen Produktpass arbeitet.

  2. Entwickelt JTC24 auch sektorspezifische Standards, etwa für Textilien? Nein, JTC24 legt das übergreifende DPP-System und -Ökosystem fest. Sektorspezifische Standards bleiben bei den jeweiligen Fachkomitees.

  3. Muss ich auf die finalen JTC24-Standards warten, bevor ich mit der DPP-Vorbereitung beginne? Nein. Eine auf offenen Standards wie W3C DID/VC basierende Dateninfrastruktur lässt sich unabhängig von JTC24 aufbauen und später um die finalen Anforderungen ergänzen.

Nächste Schritte

Unternehmen, die sich auf den digitalen Produktpass vorbereiten, sollten auf offene, etablierte Standards setzen, statt auf die finale Veröffentlichung der JTC24-Spezifikationen zu warten. Wer mehr über VERA erfahren möchte, kann sich direkt an Spherity wenden.

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