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European Business Wallet 2026: 6 Fragen, die sich jedes Finanzinstitut zu eIDAS 2.0 stellen muss

  • Autorenbild: Spherity
    Spherity
  • vor 1 Tag
  • 9 Min. Lesezeit

Das European Business Wallet entwickelt sich zu einer entscheidenden Komponente der künftigen digitalen Wirtschaft Europas. Da eIDAS 2.0 einen neuen Rahmen für vertrauenswürdige digitale Identitäten und verifizierbare Nachweise  einführt, benötigen Unternehmen sichere und interoperable Wege, um ihre Identität nachzuweisen, Partner und Lieferanten zu verifizieren, vertrauenswürdige Informationen auszutauschen und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben grenzüberschreitend zu demonstrieren. Während sich ein Großteil der Aufmerksamkeit rund um eIDAS 2.0 noch auf die EU Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) für Bürger:innen konzentriert, schafft die Verordnung auch erhebliche Chancen für Unternehmen. Dieser Artikel beleuchtet, was das European Business Wallet ist, warum es eingeführt wird, wen es betrifft, was die wichtigsten Anwendungsfälle sind und was Organisationen bei der Bewertung potenzieller Anbieter berücksichtigen sollten.

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Was ist ein European Business Wallet?

Ein European Business Wallet (EBW) ist eine digitale Lösung, die es Organisationen ermöglicht, ihre digitale Identität und verifizierte Unternehmensnachweise im Einklang mit den Anforderungen von eIDAS 2.0 zu verwalten. European Business Wallets erlauben es Unternehmen, verifizierte Informationen wie Organisationsidentitäten, Lizenzen, Berechtigungen, Vertretungsrechte und elektronische Attributbescheinigungen sicher zu speichern, zu verwalten und zu teilen. Sie können Prozesse wie Know Your Customer (KYC), Know Your Business (KYB) sowie Know Your Supplier (KYS) unterstützen und grenzüberschreitende regulatorische Anforderungen sowie Vorgaben zur Geldwäschebekämpfung (AML) erfüllen, indem sie Unternehmen den direkten Austausch vertrauenswürdiger Daten und digitaler Nachweise aus autoritativen Quellen ermöglichen. Viele Lösungen unterstützen zudem die Interoperabilität mit der EU Digital Identity (EUDI) Wallet und den vertrauenswürdigen B2B-Datenaustausch über Branchen und Jurisdiktionen hinweg.

Im Gegensatz zu traditionellen Identitätsmanagementsystemen ermöglichen Business Wallets Organisationen den direkten Austausch verifizierter Informationen mit Partnern, Kunden, Lieferanten und Behörden, während sie gleichzeitig die volle Kontrolle über ihre Daten behalten. Weitere Informationen zu EBWs finden Sie in unserer Explainer-Serie.

Welche verschiedenen Arten von Digital Wallets gibt es?

Der Begriff „Digital Wallet“ kann sich auf viele Technologien beziehen, von mobilen Bezahlanwendungen und Kryptowährungswallets bis hin zu Identitäts- und Credential-Wallets. Obwohl alle digitalen Geldbörsen darauf ausgelegt sind, digitale Informationen sicher zu speichern und zu teilen, bedienen sie sehr unterschiedliche Zwecke und Zielgruppen. Das Verständnis dieser Unterschiede ist wichtig, um die Rolle des European Business Wallets innerhalb des breiteren Ökosystems für digitale Identitäten richtig einzuschätzen.

Mobile Payment Wallets

Zielgruppe: Endverbraucher


Zweck: Speicherung von Zahlungskarten, Tickets, Bordkarten, Kundenkarten und anderen alltäglichen digitalen Objekten.


Mobile Payment Wallets sind für die meisten Menschen die vertrauteste Art von digitalen Wallets. Lösungen wie Apple Wallet und Google Wallet ermöglichen es Nutzerinnen und Nutzern, Zahlungen zu tätigen, auf Tickets zuzugreifen und digitale Pässe direkt vom Smartphone aus zu verwalten. Ihr Hauptfokus liegt auf Komfort und sicheren Transaktionen und nicht auf Identitätsprüfung oder regulatorischer Compliance.


Cyptocurrency Wallets

Zielgruppe: Einzelpersonen und Organisationen, die digitale Vermögenswerte halten


Zweck: Verwaltung kryptografischer Schlüssel und Abwicklung von Kryptowährungstransaktionen.


Kryptowährungs-Wallets sind das, was vielen Menschen beim Begriff „Digital Wallet“ zuerst in den Sinn kommt. Entwickelt, um kryptografische Schlüssel zu verwalten und Kryptowährungstransaktionen zu erleichtern, ermöglichen diese Wallets Einzelpersonen und Organisationen den Zugriff auf digitale Vermögenswerte sowie deren Speicherung und Übertragung. Kryptowährungs-Wallets werden typischerweise unterteilt in Hot Wallets, die mit dem Internet verbunden und auf Zugänglichkeit optimiert sind, und Cold Wallets, die offline bleiben und Sicherheit priorisieren. Obwohl sie oft mit digitalem Vertrauen assoziiert werden, liegt ihr primärer Zweck im Asset Management und nicht im Austausch von Identitäten oder Nachweisen.

Credential Wallets

Zielgruppe: Einzelpersonen und Organisationen


Zweck: Speicherung und gemeinsame Nutzung verifizierbarer Nachweise (Verifiable Credentials).


Credential Wallets sind darauf ausgelegt, digitale Nachweise zu halten, die von Dritten überprüft werden können. Diese Nachweise können berufsqualifikationen, Lizenzen, Zertifikate, Identitätsattribute oder Organisationsinformationen umfassen. Credential Wallets basieren auf aufstrebenden Standards wie den W3C Verifiable Credentials und bilden das technologische Fundament für viele moderne Initiativen zur digitalen Identität.

EU Digital Identity (EUDI) Wallet

Zielgruppe: Einzelpersonen


Zweck: Verwaltung und gemeinsame Nutzung verifizierter persönlicher Identitätsnachweise in ganz Europa.


Das EU Digital Identity Wallet wird im Rahmen von eIDAS 2.0 eingeführt, um Bürgerinnen und Bürgern sowie Einwohnern einen sicheren und standardisierten Weg zu bieten, ihre Identität online nachzuweisen. Nutzer:innen können verifizierte Nachweise wie Identitätsdokumente, Bildungsabschlüsse und andere persönliche Attestationen speichern und teilen, während sie gleichzeitig die volle Kontrolle über ihre persönlichen Daten behalten.


European Business Wallet (EBW)

Zielgruppe: Organisationen und juristische Personen


Zweck: Verwaltung und gemeinsame Nutzung verifizierter Unternehmensnachweise.


Das European Business Wallet erweitert das Konzept der digitalen Identität auf Organisationen. Es ermöglicht Unternehmen das Speichern, Verwalten und Austauschen verifizierter Unternehmensdaten wie Organisationsidentitäten, Lizenzen, Berechtigungen, Mandate, Vertretungsrechte und Compliance-Nachweise. European Business Wallets werden voraussichtlich eine wichtige Rolle bei Know Your Business (KYB), Know Your Supplier (KYS), der Geldwäschebekämpfung (AML) und anderen regulierten Geschäftsprozessen spielen. Während sich das EUDI Wallet auf Einzelpersonen konzentriert, liegt der Schwerpunkt des European Business Wallets auf der Ermöglichung vertrauenswürdiger digitaler Interaktionen zwischen Organisationen.


Wallet-Typ

Nutzer

Beispielanbieter

Zweck

Mobile Payment Wallet

Verbraucher

Apple Wallet, Google Wallet

Speicherung von Zahlungskarten, Tickets, Kundenkarten und digitalen Pässen

Cryptocurrency Wallet

Einzelpersonen und Organisationen

Ledger, MetaMask, Coinbase Wallet

Verwaltung kryptografischer Schlüssel und digitaler Vermögenswerte

Credential Wallet

Einzelpersonen und Organisationen

Dock Wallet, Sphereon Wallet, Findynet Wallet

Speicherung und gemeinsame Nutzung verifizierbarer Nachweise

EU Digital Identity (EUDI) Wallet

Einzelpersonen

Nationale EUDI-Wallet-Implementierungen (unter eIDAS 2.0)

Speicherung und gemeinsame Nutzung verifizierter persönlicher Identitätsnachweise

European Business Wallet (EBW)

Organisationen und juristische Personen

Spherity, Bundesanzeiger Verlag und andere aufstrebende EBW-Anbieter

Speicherung und gemeinsame Nutzung verifizierter Unternehmensnachweise und Organisationsidentitätsdaten


Warum wird das European Business Wallet unter eIDAS 2.0 eingeführt?

Da Geschäftsbeziehungen zunehmend digitaler und grenzüberschreitender werden, benötigen Organisationen eine effizientere und vertrauenswürdigere Möglichkeit, die Identität und die Nachweise anderer Parteien zu verifizieren. Heute stützen sich viele Prozesse wie Know Your Business (KYB), Lieferanten-Onboarding, Compliance-Prüfungen und regulatorische Berichterstattungen noch immer auf die manuelle Erfassung von Dokumenten, E-Mail-Austausch und wiederholte Verifizierungsaufwände.

Die Europäische Union hat eIDAS 2.0 eingeführt, um einen gemeinsamen Rahmen für vertrauenswürdige digitale Identitäten über die Mitgliedstaaten hinweg zu schaffen. Während sich ein Großteil der Aufmerksamkeit auf das EU Digital Identity (EUDI) Wallet für Einzelpersonen konzentriert hat, können dieselben Prinzipien über das European Business Wallet auch auf Unternehmen, öffentliche Behörden, Produkte, Maschinen und digitale Dienste angewendet werden.

Indem es Unternehmen ermöglicht wird, verifizierte Nachweise direkt von autoritativen Quellen zu empfangen und diese bei Bedarf digital zu teilen, können European Business Wallets den administrativen Aufwand reduzieren, die Datenqualität verbessern, Compliance-Prozesse stärken und vertrauenswürdige, interoperable Interaktionen in ganz Europa unterstützen.


Welche Unternehmen sollten dem European Business Wallet Aufmerksamkeit schenken?

Das European Business Wallet ist für all jene Unternehmen von hoher Relevanz, die Identitäten, Berechtigungen und Compliance-Informationen über digitale Kanäle hinweg verifizieren müssen. Dazu gehören Banken, Finanzinstitute, Versicherer, Zahlungsdienstleister und öffentliche Behörden, die Prozesse wie Know Your Business (KYB), Geldwäschebekämpfung (AML), Onboarding und Due-Diligence-Prüfungen durchführen. Ein European Business Wallet kann diese Abläufe erheblich stromlinienförmiger gestalten, indem es Organisationen ermöglicht, verifizierte Nachweise direkt aus autoritativen Quellen auszutauschen.

Darüber hinaus ist es für Verarbeitendes Gewerbe, Industrie, Gesundheitswesen, Life Sciences, Lieferanten, Logistikdienstleister, Telekommunikationsunternehmen sowie Datenraum-Ökosysteme essentiell, in denen der vertrauenswürdige Austausch von Compliance-Dokumenten, Zertifizierungen, Lizenzen oder Organisationsdaten zwischen verschiedenen Parteien eine zentrale Rolle spielt. Jede Organisation, die in grenzüberschreitende Geschäftsaktivitäten eingebunden ist, kann von einem standardisierten und interoperablen Ansatz für digitales Vertrauen profitieren.

Während sich Europas digitales Identitätsökosystem weiterentwickelt, wird die digitale Brieftasche zu einem grundlegenden Werkzeug zur Etablierung von Vertrauen zwischen Organisationen, zur Reduzierung administrativer Lasten und zur Ermöglichung einer sicheren, interoperablen Zusammenarbeit.


Was sind die wichtigsten Anwendungsfälle für das European Business Wallet?

Obwohl sich laufend neue Anwendungsfälle herauskristallisieren, ziehen mehrere Kernanwendungen bereits erhebliche Aufmerksamkeit von Finanzinstituten, Regulierungsbehörden und Branchenakteuren auf sich:

Know Your Business (KYB)

Einer der am häufigsten diskutierten Anwendungsfälle ist Know Your Business (KYB). Finanzinstitute und andere regulierte Organisationen können verifizierte Unternehmensnachweise aus autoritativen Quellen teilen, anstatt dieselben Dokumente wiederholt bei verschiedenen Institutionen einzureichen. Dies reduziert die manuelle Dokumentenerfassung und beschleunigt Onboarding-Prozesse drastisch. Über das initiale Onboarding hinaus unterstützt das European Business Wallet die fortlaufende Due Diligence, indem es Zugriff auf stets aktuelle und verifizierbare Unternehmensdaten bietet.

Geldwäschebekämpfung (AML) und Compliance

AML- und Compliance-Teams verbringen oft beträchtliche Zeit mit dem Erfassen, Validieren und Aktualisieren von Unternehmensdaten. Durch die Zugriffserlaubnis auf vertrauenswürdige und verifizierbare Nachweise können European Business Wallets die Datenqualität verbessern, Mehraufwand reduzieren und die kontinuierliche Compliance-Überwachung wirksam unterstützen, insbesondere mit Blick auf die bevorstehende neue EU-Geldwäscheverordnung (AMLR).

Lieferanten- und Partner-Onboarding

Organisationen müssen Lieferanten, Auftragnehmer, Vertriebspartner und Geschäftspartner regelmäßig überprüfen, bevor sie kommerzielle Beziehungen eingehen. Ein European Business Wallet ermöglicht es Unternehmen, verifizierte Lizenzen, Zertifikate, Steuerinformationen und andere Unternehmensnachweise in einem standardisierten Format vorzulegen, was Onboarding- und Due-Diligence-Prozesse erheblich vereinfacht.

Grenzüberschreitende Geschäftstransaktionen

Die Geschäftstätigkeit über mehrere Jurisdiktionen hinweg erfordert von Organisationen oft den wiederholten Nachweis ihres rechtlichen Status, ihrer Autorisierungen und Compliance-Nachweise. Das European Business Wallet stärkt grenzüberschreitendes Vertrauen, indem es Unternehmen ermöglicht, verifizierte Informationen zu teilen, die in der gesamten Europäischen Union anerkannt werden.

Regulatorische Berichterstattung und Audits

Viele Branchen unterliegen regelmäßigen Audits, Berichtspflichten und regulatorischen Prüfungen. Anstatt Dokumente mühsam aus mehreren internen Systemen zusammenzusuchen, stellt das European Business Wallet Prüfern, Regulierungsbehörden und Aufsichtsorganen bei Bedarf direkt vertrauenswürdige und aktuelle Nachweise zur Verfügung.

Vertretungs- und Berechtigungsmanagement

European Business Wallets helfen Organisationen zudem nachzuweisen, wer berechtigt ist, im Namen eines Unternehmens zu handeln. Verifizierte Vertretungsrechte, Mandate und Vollmachten unterstützen die Unterzeichnung von Verträgen, das Kontomanagement, Beschaffungsprozesse und andere geschäftliche Interaktionen, bei denen ein rechtsgültiger Vertretungsnachweis erforderlich ist.

Welche Organisationen erstellen und ermöglichen heute Business Wallets?

Da sich der Markt für European Business Wallets unter eIDAS 2.0 erst entwickelt, positionieren sich die meisten Anbieter aktuell noch nicht explizit als reine EBW-Anbieter. Stattdessen handelt es sich um Digital-Identity- oder Trust-Service-Provider, die Fähigkeiten zur Unterstützung des künftigen eIDAS 2.0- und EUDI-Ökosystems aufbauen. Der jeweils beste Anbieter hängt vom spezifischen Anwendungsfall, den regulatorischen Anforderungen und der bestehenden IT-Landschaft der Organisation ab. Bei der Evaluierung sollten Unternehmen auf die Bereitschaft für eIDAS 2.0, Unterstützung für Verifiable Credentials, Unternehmensidentitätsmanagement, Enterprise-Systemintegration und sicheren Datenaustausch achten. Die folgenden Organisationen gehören zu den maßgeblichen Akteuren, die Europas nächste Generation vertrauenswürdiger digitaler B2B-Interaktionen mitgestalten:

Spherity

Spherity konzentriert sich mit seiner European-Business-Wallet-Lösung EIDA auf Unternehmensidentitäten und unterstützt Firmen beim Management verifizierter Unternehmensnachweise, Delegationsrechten, Compliance-Informationen und dem vertrauenswürdigen Datenaustausch gemäß eIDAS 2.0. Das European Business Wallet EIDA ist speziell für B2B-Interaktionen, KYC-, KYB- und KYS-Prozesse, ESG- und Regulierungskonformität, Digitale Produktpässe, sowie die Teilnahme an vertrauenswürdigen Datenökosystemen konzipiert. Zudem bietet Spherity mit VERA eine Lösung für Digitale Produktpässe an, die nahtlos mit dem EU Business Wallet interagiert und es Unternehmen ermöglicht, verifizierbare Nachweise für Produkte und juristische Personen auszustellen, zu empfangen und vorzulegen. Dies unterstützt den fälschungssicheren und zugriffsgeschützten Produktdatenaustausch im europäischen Binnenmarkt.

Verimi

Verimi ist ein deutscher Digital-Identity-Anbieter und bereitet Organisationen auf das EUDI-Wallet-Ökosystem vor. Der Fokus liegt auf digitaler Identitätsprüfung, Authentifizierung, Kunden-Onboarding, elektronischen Signaturen und biometrischer Authentifizierung für regulierte Branchen wie das Bankenwesen und die Telekommunikation. Verimi engagiert sich in der Entwicklung des EUDI-Wallet-Ökosystems und bietet ein EUDI Wallet Gateway an, das Unternehmen eine sichere Anbindung ihrer Enterprise-Systeme an EUDI Wallets in Europa ermöglicht. Während der Hauptfokus von Verimi auf digitalen Identitäten für Endverbraucher liegt, helfen die Lösungen Unternehmen dabei, sich auf eIDAS 2.0 vorzubereiten.

Lissi

Lissi spezialisiert sich auf dezentrale Identitäten, digitale Wallets und Verifiable-Credential-Lösungen auf Basis europäischer Identitätsstandards. Das Unternehmen unterstützt eIDAS 2.0-konforme Identitätsprozesse. Statt einer reinen Endverbraucher-App bietet Lissi mit seinem Lissi EUDI-Wallet Connector eine API-basierte Infrastruktur, die es Unternehmen ermöglicht, ihre IT-Systeme mit dem künftigen EUDI-Wallet-Ökosystem zu verbinden. Zudem unterstützt das Lissi ID-Wallet die Speicherung und Präsentation verifizierbarer Nachweise für Identitäten, Mitarbeiter, Zertifikate und Zugangsrechte.

InfoCert

Als einer der größten qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter (QTSP) Europas kombiniert InfoCert digitale Identitäten, elektronische Signaturen und eIDAS-Vertrauensdienste. Das Unternehmen unterstützt Organisationen bei der Vorbereitung auf das EUDI-Wallet-Ökosystem und vertrauenswürdige digitale Transaktionen in ganz Europa.

walt.id

walt.id bietet Open-Source-Infrastruktur für digitale Identitäten und Wallets für Entwickler, Unternehmen und Organisationen des öffentlichen Sektors in ganz Europa. Das Unternehmen stellt modulare, entwicklerzentrierte Toolkits und API-First-Frameworks bereit, um W3C Verifiable Credentials und dezentrale Identifikatoren (DIDs) auszustellen, zu verwalten und zu verifizieren. Neben Consumer-Apps liefert walt.id spezialisierte Komponenten für Organizational und Business Wallets. Diese ermöglichen es Unternehmen, eIDAS 2.0-konformes B2B-Identitätsmanagement direkt in bestehende IT-Architekturen zu integrieren.

Sphereon

Sphereon ist auf digitale Vertrauensinfrastrukturen für Unternehmen und die Verwaltung von Verifiable Credentials spezialisiert. Durch eine API-First-Architektur ermöglicht Sphereon die nahtlose Integration in Unternehmenssysteme, um digitale Nachweise innerhalb komplexer Geschäftsprozesse auszustellen, zu speichern und zu verifizieren. Die Technologie unterstützt den souveränen Datenaustausch, die Verifizierung von Unternehmensidentitäten und ein datenschutzkonformes Datenmanagement. Durch die Ausrichtung an europäischen Standards unterstützt Sphereon Unternehmen beim Aufbau interoperabler Vertrauensmechanismen für grenzüberschreitende B2B-Transaktionen.

Bundesdruckerei / D-Trust

Als Sicherheitsdruckerei der Bundesrepublik Deutschland und führender Qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter (QTSP) stellt die Bundesdruckerei (gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft D-Trust) die fundamentale Vertrauensinfrastruktur für die Umsetzung von eIDAS 2.0 bereit. Während ihr historischer Schwerpunkt auf nationalen Identitätsdokumenten, eID-Systemen sowie qualifizierten elektronischen Signaturen und Siegeln liegt, spielt sie eine Schlüsselrolle im entstehenden EBW-Ökosystem. Die Organisation liefert die hochsicheren Ankerzentrum-Zertifikate und Anbindungen an authentische Quellen, die erforderlich sind, um rechtssichere Organisationsnachweise, elektronische Siegel und verifizierte Unternehmensdaten auszustellen.

iGrant.io

iGrant.io konzentriert sich auf den Datenaustausch zwischen Personen und Organisationen, Consent Management und dezentrale Identitätsinfrastrukturen im Einklang mit europäischen Datenregulierungen. Das Unternehmen bietet Verifiable-Credential- und Wallet-Lösungen, die speziell auf grenzüberschreitende B2B-Datenräume, Compliance und Ökosystem-Interaktionen zugeschnitten sind. Durch die Kombination von Unternehmensidentitätsmanagement mit feingranularer Data Governance und Privacy-by-Design-Mechanismen ermöglicht iGrant.io Unternehmen den sicheren Austausch verifizierter Unternehmensattribute, Compliance-Attestationen und betrieblicher Daten über Multi-Party-Datenökosysteme hinweg.

Fazit & Nächste Schritte

Das European Business Wallet wird unter eIDAS 2.0 die Art und Weise, wie Unternehmen Identitäten verifizieren, Lieferketten absichern und regulatorische Anforderungen (wie KYB, KYS und AML) erfüllen, grundlegend transformieren. Unternehmen, die sich frühzeitig mit der Integration von Verifiable Credentials und Enterprise-Wallet-Infrastrukturen auseinandersetzen, sichern sich nicht nur einen regulatorischen Vorsprung, sondern reduzieren auch ihre operativen Compliance-Kosten erheblich.

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