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EU-Batteriepass Pflicht 2027: Guide für Hersteller & OEMs

  • Autorenbild: Spherity
    Spherity
  • vor 4 Tagen
  • 9 Min. Lesezeit

Zusammenfassung: Ab dem 18. Februar 2027 ist ein Batteriepass für EV- und LMT-Batterien sowie für Industriebatterien mit mehr als 2 kWh verpflichtend. Dies betrifft Unternehmen aus der Automobilindustrie, Mikromobilität, Intralogistik, Industrieausrüstung und Landwirtschaft sowie potenziell auch aus dem maritimen Bereich. Dieser Leitfaden erklärt, wer betroffen ist, welche Informationen Unternehmen vorbereiten müssen, worauf bei einer Lösung für Digitale Produktpässe zu achten ist und wie Batteriepässe nicht nur zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen beitragen, sondern auch zur Infrastruktur für Automatisierung, Kreislaufwirtschaft und neue digitale Services werden können.


Spherity-Header mit Text EU-Batteriepass Pflicht ab 2027: Guide für Hersteller & OEMs auf dunkelblau-türkisem Wellenhintergrund

Die Elektrifizierung verändert längst nicht mehr nur den Pkw-Bereich. Andere Verkehrsmittel wie Elektrofahrräder und E-Scooter prägen die urbane Mobilität neu, während Lagerhäuser zunehmend auf batteriebetriebene Gabelstapler, fahrerlose Transportsysteme und autonome mobile Roboter setzen. Auch Bau- und Landmaschinen werden zunehmend elektrifiziert und diese Entwicklung setzt sich auf dem Wasser fort: Hersteller im maritimen Bereich entwickeln elektrische und hybride Schiffe, darunter Yachten und andere Wasserfahrzeuge mit leistungsstarken Batteriesystemen. 


Hinter dieser Entwicklung steht eine immer wichtigere Compliance-Frage: Welche Batterien benötigen einen EU-Batteriepass?


Gemäß Artikel 77 der EU-Batterieverordnung (Verordnung (EU) 2023/1542) muss ab dem 18. Februar 2027 jede Elektrofahrzeugbatterie (EV-Batterie), jede Batterie für leichte Verkehrsmittel (LMT-Batterie) sowie jede Industriebatterie mit einer Kapazität von mehr als 2 kWh, die in der EU in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen wird, über einen digitalen Batteriepass verfügen.


Wichtig dabei: Der Schwellenwert von 2 kWh gilt speziell für Industriebatterien. EV- und LMT-Batterien sind eigenständige, von der Regelung erfasste Kategorien.


Für Fahrzeug- und Maschinenhersteller, Batterieproduzenten, Importeure und Technologieanbieter wird der Batteriepass damit zu einem zunehmend wichtigen Bestandteil für das Inverkehrbringen elektrifizierter Produkte auf dem europäischen Markt.


Doch neben reiner Complianceerfüllung bringt der Batteripass auch neue Potentiale.

Richtig implementiert, kann eine Lösung für Digitale Produktpässe regulatorische Informationen mit ERP-, PLM-, Lieferketten- und Batteriemanagementdaten verbinden, den Informationsaustausch automatisieren, Reparatur- und Second-Life-Anwendungen unterstützen und neue digitale Services über den gesamten Lebenszyklus einer Batterie ermöglichen.


Hier sind sieben Dinge, die Hersteller und andere Wirtschaftsakteure bei der Vorbereitung auf den Batteriepass beachten sollten.

1. Welche Batterien benötigen ab 2027 einen Batteriepass?

Hier sind die Kategorien, die die Anforderungen an den Batteriepass gemäß der EU-Batterieverordnung auf ein weit breiteres Mobilitäts- und Industrie-Ökosystem ausweiten als reine Elektro-Pkw.

Diese Kategorien weiten die Anforderungen an den Batteriepass auf ein wesentlich größeres Mobilitäts- und Industrieökosystem aus als nur auf elektrische Pkw.

Elektrofahrzeugbatterien

Automobilhersteller gehören zu den offensichtlichsten betroffenen Unternehmen. Batterieelektrische Pkw, Nutzfahrzeuge und andere Fahrzeuge, deren Traktionsbatterien unter die Definition einer EV-Batterie gemäß der Verordnung fallen, benötigen eine entsprechende Batteriepass-Infrastruktur.


Für Automobilhersteller und Batterieproduzenten entsteht dadurch eine erhebliche Herausforderung im Datenmanagement.


Batterieinformationen können aus zahlreichen Quellen stammen:

  • Zell- und Materiallieferanten,

  • Batteriepack-Produktion,

  • Qualitäts- und Compliance-Systeme,

  • Fahrzeugproduktion,

  • ERP- und PLM-Systeme,

  • Batteriemanagementsysteme,

  • Telematikplattformen,

  • Wartungs- und Reparatursysteme sowie

  • nachgelagerte Recycling- und Second-Life-Akteure.


Der Batteriepass kann daher nicht einfach als statische Webseite betrachtet werden, die mit einem QR-Code verknüpft ist. Er benötigt eine zuverlässige, strukturierte und dauerhaft pflegbare Datengrundlage.

Die EU-Batterieverordnung legt Informationsanforderungen für den Batteriepass fest, die unter anderem Batterieidentifikation, Zusammensetzung, Leistung und Haltbarkeit, gegebenenfalls Informationen zum CO₂-Fußabdruck sowie lebenszyklusbezogene Daten umfassen.

Batterien für leichte Verkehrsmittel (LMT)

Die EU-Batterieverordnung definiert eine LMT-Batterie als eine gekapselte Batterie mit einem Gewicht von höchstens 25 kg, die speziell dafür ausgelegt ist, elektrische Energie für den Antrieb von Radfahrzeugen bereitzustellen, die ausschließlich durch einen Elektromotor oder durch eine Kombination aus Motor- und Muskelkraft angetrieben werden können, und die keine Elektrofahrzeugbatterie ist.


Je nach regulatorischer Einstufung können darunter beispielsweise fallen:

  • E-Bikes,

  • E-Lastenräder,

  • E-Scooter sowie

  • bestimmte elektrische Mopeds und andere Fahrzeuge der Kategorie L.


Für Hersteller im Bereich Mikromobilität ist die Compliance-Herausforderung besonders eng mit der Lieferkette verbunden. Zellen, Batteriepacks, Batteriemanagementsysteme und fertige Produkte können von verschiedenen Lieferanten aus unterschiedlichen Ländern stammen.

Produkte, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, müssen dennoch die jeweils geltenden EU-Anforderungen erfüllen.


LMT-Hersteller sollten daher frühzeitig klären, wem die erforderlichen Batteriedaten gehören, woher diese stammen, wie sie ausgetauscht werden und wie ihre Integrität nachgewiesen werden kann.

Industriebatterien mit mehr als 2 kWh

Die dritte Kategorie erweitert die Relevanz des Batteriepasses über konventionelle Straßenfahrzeuge hinaus. Auch Industriebatterien mit einer Kapazität von mehr als 2 kWh unterliegen der Batteriepass-Pflicht.

Je nach regulatorischer Einstufung kann der Batteriepass damit unter anderem für folgende


Anwendungsbereiche relevant werden:

  • Intralogistik und Materialtransport: Gabelstapler, Lagerfahrzeuge, fahrerlose Transportsysteme (FTS/AGVs) und autonome mobile Roboter (AMRs).

  • Bau- und Schwermaschinen: elektrifizierte Bagger, Radlader, Hebezeuge und andere Off-Highway-Maschinen.

  • Landwirtschaft: elektrische Traktoren und andere batteriebetriebene Landmaschinen.

  • Maritime Anwendungen und Wasserfahrzeuge: bestimmte elektrische und hybride Antriebsanwendungen, bei denen die betreffende Batterie der Definition einer Industriebatterie entspricht; beispielsweise in Yachten und anderen Wasserfahrzeugen.

  • Spezialmaschinen und -fahrzeuge: batteriebetriebene Maschinen und Fahrzeuge für Bergbau, Flughäfen, Kommunen und weitere spezialisierte Einsatzbereiche.


Damit wird deutlich: Die Vorbereitung auf den Batteriepass ist nicht nur ein Compliance-Thema für die Automobilindustrie. Sie entwickelt sich zu einem Thema der industriellen Digitalisierung.

Hersteller sollten dennoch die genaue Einstufung ihrer Batterien anhand der Verordnung (EU) 2023/1542 prüfen, anstatt davon auszugehen, dass eine bestimmte Art von Fahrzeug oder Maschine automatisch in den Anwendungsbereich fällt.

2. Warum sollten Hersteller sich bereits jetzt auf die Batteriepass-Frist vorbereiten?

Weil die Umsetzung des Batteriepasses im Kern eine Daten- und Integrationsherausforderung ist und die benötigten Informationen über zahlreiche Lieferanten, Systeme und Lebenszykluspartner verteilt sein können. Der Februar 2027 mag noch weit entfernt erscheinen, bis Unternehmen damit beginnen, die Daten zu erfassen und zuzuordnen, die für die Erstellung von Batteriepässen in großem Maßstab erforderlich sind.

Ein Hersteller kann Produktinformationen im PLM-System speichern. Beschaffungs- und Lieferantendaten befinden sich möglicherweise im ERP- oder SCM-System. Leistungs- und State-of-Health-Daten können aus dem BMS oder einer Telematikplattform stammen. Nachhaltigkeitsinformationen können von Zellherstellern und vorgelagerten Lieferanten kommen. Informationen zu Reparatur, Wiederaufarbeitung und Recycling entstehen möglicherweise erst später im Lebenszyklus.


Unternehmen sollten daher mehrere praktische Fragen beantworten:

  1. Welche unserer Batterien unterliegen der Batteriepass-Pflicht?

  2. Welche Daten werden für jede betroffene Batterie benötigt?

  3. Wo befinden sich diese Informationen aktuell?

  4. Welche Lieferanten und Partner müssen sie bereitstellen?

  5. Wie lassen sich Authentizität und Integrität der Daten nachweisen?

  6. Wer darf auf welche Informationen zugreifen?

  7. Wie werden Batteriepässe in großem Maßstab erstellt, aktualisiert und verwaltet?

  8. Wie lässt sich unsere Lösung für Digitale Produktpässe mit bestehenden Unternehmenssystemen verbinden?


Informationen im Batteriepass unterliegen unterschiedlichen Zugriffsrechten. Einige Informationen sind für die Öffentlichkeit bestimmt, andere können Behörden, notifizierten Stellen oder Akteuren mit einem berechtigten Interesse vorbehalten sein darunter Unternehmen, die Reparaturen, Wiederaufarbeitung, Second-Life-Anwendungen oder Recycling durchführen. Eine PDF-Datei oder eine einfache QR-Code-Landingpage allein kann diese Anforderungen an Governance und Integration nicht erfüllen.

3. Warum macht die ESPR Software für Digitale Produktpässe auch über Batterien hinaus relevant?

Der Batteriepass ist Teil einer umfassenderen EU-Initiative zur Förderung von Compliance, mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) trat am 18. Juli 2024 in Kraft. Sie schafft einen Rahmen für Ökodesign-Anforderungen, der unter Vorbehalt bestimmter Ausnahmen und künftiger produktspezifischer Anforderungen nahezu alle Kategorien physischer Produkte abdeckt.


Die Europäische Kommission beschreibt den Digitalen Produktpass als eine „digitale Identitätskarte für Produkte, Komponenten und Materialien“. Diese Beschreibung findet sich in der ESPR-Übersicht der Europäischen Kommission.


Diese Definition ist wichtig, weil sie verdeutlicht, wozu sich der Digitale Produktpass entwickeln soll. Laut Europäischer Kommission soll ein Digitaler Produktpass strukturierte Informationen zu Bereichen wie folgenden bereitstellen:

  • Technische Leistung,

  • Materialien und deren Herkunft,

  • Nachhaltigkeitseigenschaften,

  • Reparaturaktivitäten,

  • Recyclingfähigkeit sowie

  • Umweltauswirkungen über den Lebenszyklus.


Weitere Informationen darüber, warum sich eine frühzeitige Vorbereitung auf den DPP lohnt, finden Sie in Spheritys Artikel 5 Gründe, warum Unternehmen den Digitalen Produktpass schon heute einsetzen sollten.

4. Was bedeutet das EU-DPP-Register für Hersteller?

Es unterstreicht die Notwendigkeit interoperabler Software für Digitale Produktpässe, die innerhalb eines dezentralen europäischen DPP-Ökosystems funktionieren kann. Die Europäische Kommission beschreibt das DPP-Register als Indexierungsdienst für Digitale Produktpässe von Produkten, die auf de EU-Markt gebracht werden.


Das Register soll Identifikatoren, Registrierungsdaten und übergeordnete Metadaten speichern, anstatt als zentrale Datenbank für sämtliche Produktinformationen zu fungieren. Nach den Informationen der Europäischen Kommission zum DPP-Register verbleiben detaillierte Produktdaten in der Verantwortung der Wirtschaftsakteure, die diese selbst hosten oder dafür Anbieter für Digitale Produktpässe nutzen können.


Das entstehende Modell verlangt von Unternehmen daher, über das bloße „Hochladen von Daten in die EU“ hinauszudenken. Unternehmen benötigen eine DPP-Infrastruktur, die den Informationsaustausch zwischen Unternehmenssystemen, Lieferanten, Behörden, Kunden und weiteren autorisierten Akteuren im Ökosystem ermöglicht.

5. Worauf sollten sich die verschiedenen Akteure im Batterie-Ökosystem vorbereiten?

Die Anforderungen an den Batteriepass betreffen Unternehmen je nach ihrer Rolle in der Wertschöpfungskette unterschiedlich.

Fahrzeug- und Maschinenhersteller (OEMs)

OEMs sollten sich auf die Klassifizierung ihrer Batterien, die Zuordnung von Daten auf Produktebene und die Integration der Batteriepass-Prozesse in bestehende Produktions- und Lebenszyklussysteme konzentrieren. Das Ziel sollte darin bestehen, die Erstellung von Batteriepässen zu einem Bestandteil der regulären Produktprozesse zu machen 

Batteriepack- und Zellhersteller

Batteriehersteller werden zunehmend strukturierte Informationen für nachgelagerte Akteure bereitstellen müssen. Für sie können Datenqualität, Interoperabilität und Verifizierbarkeit zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen werden. 


OEM-Kunden benötigen präzise Informationen, um ihre Batteriepässe zu befüllen. Ein effizienter digitaler Datenaustausch gewinnt damit auch für Lieferantenbeziehungen zunehmend an Bedeutung.

Importeure und EU-Bevollmächtigte

Globale Lieferketten entbinden Unternehmen nicht von den Pflichten, die mit dem Einführen von Produkten auf dem EU-Markt verbunden sind.


Importeure und andere verantwortliche Wirtschaftsakteure benötigen Prozesse, mit denen sie die erforderlichen Informationen von Herstellern und Lieferanten außerhalb Europas erhalten und sicherstellen können, dass die notwendigen Produktinformationen in geeigneter Form verfügbar sind.

Die jeweils geltenden Pflichten sollten stets anhand der in der EU-Batterieverordnung definierten Rollen und Verantwortlichkeiten bewertet werden.

Wiederaufbereiter, Refurbisher und Reparaturbetriebe für Batterien

Daten aus dem Batteriepass können zu einer operativen Ressource für die Kreislaufwirtschaft werden. Die Batterieverordnung sieht den Zugang zu relevanten Informationen für Akteure mit einem berechtigten Interesse vor, darunter Unternehmen, die an Demontage, Reparatur, Wiederaufarbeitung, Second-Life-Anwendungen und Recycling beteiligt sind. Bessere Lebenszyklusinformationen können diesen Unternehmen helfen, schneller und fundierter über Batterien zu entscheiden, die in ihre Prozesse gelangen.

Anbieter von BMS-, Telematik- und Unternehmenssoftware

Für Softwareanbieter und Systemintegratoren liegt die Chance darin, operative Daten mit dem Batteriepass zu verbinden.


Informationen über den Lebenszyklus einer Batterie werden wesentlich wertvoller, wenn sie sicher zwischen BMS-, ERP-, PLM-, SCM-, ESG- und DPP-Umgebungen ausgetauscht werden können, anstatt manuell zwischen voneinander getrennten Systemen übertragen zu werden.

6. Worauf sollten Unternehmen bei einer Lösung für Digitale Produktpässe achten?

Effektive Software für Digitale Produktpässe sollte Compliance-Funktionen mit Interoperabilität, verifizierbaren Daten, Zugriffskontrolle, Integration in Unternehmenssysteme und Lebenszyklusmanagement verbinden.


Ein Digitaler Produktpass sollte nicht zu einem weiteren Datensilo werden. Stellen Sie sich einen OEM vor, der Tausende batteriebetriebene Maschinen produziert. Ist seine DPP-Lösung von den bestehenden Systemen entkoppelt, erzeugen jeder neue Produktpass und jedes Compliance-Update zusätzlichen administrativen Aufwand.


Mit einer API-basierten Lösung für Digitale Produktpässe können Informationen stattdessen aus den Systemen übernommen werden, in denen sie bereits vorhanden sind.

Zum Beispiel:

  • ERP-Systeme können Fertigungs-, Beschaffungs- und Lieferanteninformationen bereitstellen.

  • PLM-Systeme können technische Produktinformationen liefern.

  • ESG-Systeme können Nachhaltigkeitsinformationen bereitstellen.

  • BMS- und Telematikplattformen können zulässige Lebenszyklus- und Leistungsinformationen liefern.

  • Serviceplattformen können Wartungs- und Reparaturereignisse beitragen.

  • DPP-Software kann die daraus resultierenden Informationen strukturieren, verwalten und den jeweils angemessenen Zugriff darauf ermöglichen.


Beim Vergleich von Anbietern für Digitale Produktpässe sollten Unternehmen daher insbesondere auf folgende Funktionen achten:

  1. Regulatorische Datenvorlagen, die dabei helfen, erforderliche Informationen zu strukturieren.

  2. Unterstützung statischer und dynamischer Lebenszyklusdaten anstelle rein statischer Dokumente.

  3. Verifizierbare und standardisierte Informationen, um das Vertrauen in Daten zu stärken.

  4. Granulare Zugriffskontrolle für öffentliche, eingeschränkte und geschäftlich sensible Informationen.

  5. API-Konnektivität mit ERP-, PLM-, CRM-, BMS- und weiteren Unternehmenssystemen.

  6. Interoperabler Datenaustausch über Lieferketten- und Industrieökosysteme hinweg.

  7. Skalierbare Erstellung und Verwaltung von Produktpässen für große Produktmengen.

  8. QR-basierte Nutzererlebnisse für Kunden, Serviceanbieter und andere autorisierte Akteure.


Einen ausführlichen Überblick finden Sie in Spheritys Leitfaden: Die passende Digitale Produktpass-Lösung finden

7. Wie können Batteriepässe über Compliance hinaus zusätzlichen Mehrwert schaffen?

Ein Batteriepass kann verpflichtende Produktdaten in eine wiederverwendbare digitale Infrastruktur für Automatisierung, Service, Rückverfolgbarkeit und zirkuläre Geschäftsmodelle verwandeln.


Dies ist möglicherweise der wichtigste Grund, den Batteriepass nicht einfach als weiteres Compliance-Dokument zu betrachten. Sobald eine physische Batterie oder ein Produkt über eine dauerhafte digitale Identität verfügt, die mit vertrauenswürdigen Lebenszyklusinformationen verknüpft ist, können Unternehmen darauf aufbauend Prozesse und Services entwickeln.

7 konkrete Möglichkeiten, die sich aus dem Batteriepass ergeben eröffnen

1. Compliance-Workflows automatisieren

Anstatt dieselben Informationen für unterschiedliche regulatorische Prozesse immer wieder manuell zusammenzutragen, können vernetzte Systeme freigegebene Daten automatisch für den Batteriepass bereitstellen.


2. Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette verbessern

Strukturierte Produktinformationen erleichtern es nachzuvollziehen, woher relevante Batteriedaten stammen und wie Informationen entlang der Wertschöpfungskette weitergegeben werden.


3. Wartung und Reparatur unterstützen

Batterie- und Produktinformationen können autorisierten Serviceanbietern einen besseren Kontext für Diagnose-, Wartungs- und Reparaturentscheidungen liefern.


4. Wiederaufarbeitung und Second-Life-Anwendungen ermöglichen

Lebenszyklus- und Leistungsinformationen können Unternehmen dabei helfen zu beurteilen, ob Batterien repariert, wiederverwendet, für andere Zwecke eingesetzt, wiederaufgearbeitet oder recycelt werden sollten.


5. Recyclingprozesse verbessern

Zuverlässige Informationen über die Zusammensetzung einer Batterie und weitere relevante Merkmale können nachgelagerte Rückgewinnungs- und Recyclingprozesse unterstützen.


6. Kundenerlebnisse verbessern

Ein per QR-Code zugänglicher Digitaler Produktpass kann Kunden über eine direkt mit dem physischen Produkt verknüpfte digitale Oberfläche vertrauenswürdige Produktinformationen bereitstellen.


7. Neue datenbasierte Services schaffen

Verifizierte Produktidentitäten und Lebenszyklusinformationen können zukünftige Anwendungen rund um Servicehistorie, Restwert, Garantien, Kreislaufwirtschaft und weitere digitale Produktservices unterstützen.

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VERA ist Spheritys Lösung für Digitale Produktpässe zur Erstellung, Verwaltung und Integration vertrauenswürdiger Produkt- und Batteriedaten. VERA kombiniert regulatorische Vorlagen, statisches und dynamisches Datenmanagement, verifizierbare Informationen, granulare Zugriffskontrollen, QR-basierte Nutzererlebnisse und API-Integrationen mi verschiedenen Systemen. Mithilfe von Technologien wie W3C Decentralized Identifiers und Verifiable Credentials unterstützt VERA den sicheren, maschinenlesbaren und interoperablen Datenaustausch über den gesamten Produktlebenszyklus und hilft Unternehmen dabei, von DPP-Pilotprojekten zu skalierbarer Compliance und Business-Integration überzugehen.

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