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Der neue EU-Register Entwurf für den Digitalen Produktpass: Worauf Unternehmen sich vorbereiten müssen

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    Spherity
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Disclaimer: Dieses Dokument basiert auf einem Entwurf der Einführungsverordnung (Ref. Ares(2026)4424976). Es wurde weder von der Europäischen Kommission angenommen noch bestätigt. Die dargestellten Inhalte geben vorläufige Einschätzungen wieder und stellen keine offizielle Position der Europäischen Kommission dar.


Spherity-Startfolie mit Text: Der neue EU-Register-Entwurf für den DPP – Worauf Unternehmen sich vorbereiten müssen

Basierend auf dem Entwurf der Einführungsverordnung der Europäischen Kommission wird die EU ein zentrales Register für den Digitalen Produktpass (DPP) einführen, um eindeutige Identifikatoren sicher zu speichern und die Produktkonformität zu überwachen. Um einen DPP zu registrieren oder zu aktualisieren, müssen Unternehmen künftig strenge Anforderungen an Identität und Daten erfüllen.


Im Rahmen der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) wurde der Digitale Produktpass eingeführt, um einen einfachen Zugang zu digitalen Informationen über Nachhaltigkeit, Kreislauffähigkeit und regulatorische Konformität eines Produkts zu ermöglichen. Die neuen Bestimmungen ergänzen dies nun um eine entscheidende Ebene: verpflichtende Registrierung, Identitätsprüfung und semantische Validierung. Für viele Unternehmen markiert dies einen grundlegenden Wandel. Digitale Produktpässe dienen nicht länger ausschließlich der Bereitstellung von Nachhaltigkeitsdaten, sondern entwickeln sich zu einer regulierten digitalen Infrastruktur.


Verifizierte Identitäten werden zur Pflicht für die DPP-Registrierung

Eine der wichtigsten Entwicklungen im Verordnungsentwurf ist die Einführung strenger Anforderungen zur Identitätsprüfung für Wirtschaftsakteure und weitere Akteure entlang der Wertschöpfungskette. Laut Entwurf dürfen künftig nur noch „verifizierte Wirtschaftsakteure“ Digitale Produktpässe im EU-Register registrieren oder ändern. Die Verifizierung erfordert Identitätsmechanismen mit hohem Vertrauensniveau, darunter:

  • Qualifizierte elektronische Siegel (Q-Seals)

  • Qualifizierte elektronische Signaturen

  • Elektronische Attributsbestätigungen (QEAAs)

  • eIDAS-konforme elektronische Identifizierungsmethoden mit dem hohem Vertrauensniveau


Das ist besonders relevant, da dadurch eine direkte Verbindung zwischen Digitalen Produktpässen und dem entstehenden European Business Wallet Ökosystem unter eIDAS 2.0 geschaffen wird.


Die Verordnung führt außerdem wiederkehrende Verifizierungszyklen ein. Der Status als verifizierter Wirtschaftsakteur verfällt spätestens nach drei Jahren, wodurch Unternehmen den Verifizierungsprozess erneut durchlaufen müssen, um weiterhin Zugriff auf das Register zu behalten.


Darüber hinaus führt der Entwurf automatisierte Prüfungen der semantischen Konformität ein, bevor ein Digitaler Produktpass registriert werden kann. Laut Entwurf wird die Kommission automatisch prüfen, ob eingereichte DPPs die erforderlichen Pflichtinformationen enthalten, den vorgeschriebenen Granularitätsstufen entsprechen und gültige qualifizierte elektronische Signaturen oder Siegel verwenden.


Was die neuen Entwurfsanforderungen für Unternehmen bedeuten

Der Verordnungsentwurf macht deutlich, dass sich das DPP-Ökosystem zu einer regulierten Vertrauensinfrastruktur entwickelt. Was ursprünglich vor allem als Initiative für mehr Nachhaltigkeitstransparenz gedacht war, entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen Compliance-Ebene für Unternehmen innerhalb des europäischen Binnenmarkts.


Spherity unterstützt Unternehmen dabei, Digitale Produktpässe im Einklang mit den entstehenden EU-Register-Anforderungen umzusetzen. Unsere Digitale Produktpass Lösung unterstützt den gesamten Produktlebenszyklus. Durch die nahtlose Integration mit dem EU Business Wallet unterstützt die Lösung außerdem eIDAS 2.0 für sichere Identitäts- und Zugriffsverwaltung und verbindet vertrauenswürdige Ökosysteme wie Catena-X und Manufacturing-X für interoperablen, unternehmensübergreifenden Datenaustausch.


White Paper zur Vorbereitung auf das EU-DPP-Register

Der neue Registry-Entwurf hat weitreichende Auswirkungen auf Hersteller, Zulieferer und Anbieter digitaler Identitätsinfrastrukturen, insbesondere in den Bereichen verifizierte Identitäten, semantische Konformität, Interoperabilität und automatisierte Compliance-Validierung. Unser aktuelles White Paper bietet einen kompakten Überblick über die zentralen Anforderungen des Verordnungsentwurfs und zeigt, wie Unternehmen sich auf den Digitalen Produktpass vorbereiten können. Hier geht es zum vollständigen White Paper.

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